COMMON Jahreskonferenz 2011: Wissenswertes über die Stadt Schweinfurt

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Schweinfurt – Industrie und Kunst

Museum Georg Schäfer

Schweinfurt verbindet auf beeindruckende Weise Industrie & Kunst, Tradition & Moderne.

Eingebettet in die reizvolle fränkische Weinlandschaft, sind es gerade diese Kontraste, die den Betrachter immer wieder faszinieren.

Wenn man den Namen Schweinfurt hört, denkt man im ersten Moment an Kugellager und industrielle Erzeugnisse von Weltrang. Dabei hat die über 1200 Jahre alte ehemalige freie Reichsstadt, die Geburtsstadt des Dichters und Orientalisten Friedrich Rückert, dem Besucher und Urlauber durchaus viel Reizvolles zu bieten: Erlebnis, Kultur, Charme und Gemütlichkeit.

Immer wieder fasziniert Schweinfurt mit neuen Eindrücken: allen voran das im September 2000 eröffnete „Museum Georg Schäfer“, die weltweit bedeutendste Privatsammlung von Malerei des deutschsprachigen Raumes im 19. und beginnenden 20. Jh. Mit Gemälden und Arbeiten auf Papier aus einem Zeitraum von 1760 bis 1930 bietet es ein Panorama der unterschiedlichsten Kunstströmungen dieser Zeit – vom Rokoko über Klassizismus und Romantik bis Impressionismus. Carl Spitzweg ist hier mit der weltweit größten Sammlung seiner Werke vertreten: 160 Gemälde und 110 Zeichnungen. Weitere größere Werkblöcke gibt es u.a. von A. Menzel, C.D. Friedrich, G.F. Waldmüller, W. Leibl sowie M. Liebermann und M. Slevogt. Auch die Architektur überrascht. Dem Architekten Volker Staab ist es gelungen, den modernen Bau mit traditionellen Elementen in Einklang zu bringen.

Aber auch das Museum Otto Schäfer und die Museen und Galerien der Stadt Schweinfurt bieten ein beeindruckendes Angebot für Kunstliebhaber.

Der Schweinfurter Industrielle Dr. Otto Schäfer hat schon in jungen Jahren seine Liebe zur Graphik entdeckt und eine breit angelegte Sammlung begonnen, die die Entwicklung der abendländischen Druckgraphik demonstrieren sollte. Das Selbstverständnis von Dr. Otto Schäfer führte die von ihm gesammelten Bestände von jeher der Forschung zu, sei es durch die Publikation von Katalogen und Faksimiles, sei es durch Leihgaben zu bedeutenden Ausstellungen. Mit der Öffnung des Museum Otto Schäfer werden die Bücher und die Graphikbestände einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Kunsthalle

Die Museen und Galerien der Stadt Schweinfurt, gegründet 1890, geben einen Überblick über Geschichte und Kunst, Vergangenheit und Gegenwart. Seit 1980 gliedern sie sich in vier einzelne Museen, sowie eine Ausstellungshalle und den Künstlerhof Oberndorf.

In der Kunsthalle Schweinfurt sind seit dem Frühjahr 2009 die ständige Sammlung „Diskurse – Deutsche Kunst nach 1945“, die Dauerleihgaben der Sammlung Joseph Hierling mit Werken des expressiven Realismus zur Kunst zwischen den beiden Weltkriegen und die Aktivitäten des Kunstvereins Schweinfurt e.V. auf rund 2.000 Quadratmetern zusammengefasst.

Wechselausstellungen finden in der großen Halle im Erdgeschoss und im Untergeschoss statt. Insbesondere der großartige Ausstellungsraum in der ehemaligen Schwimmhalle mit seiner beeindruckenden Hängefläche kann aber auch für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden. Im Eröffnungsjahr sind dort unter dem Titel ‚Farbe, Furcht und Engel“ Werke des Malers Franz Hitzler aus München (ab 19. Juni) zu sehen, eine Ausstellung mit dem Titel „20 Jahre Deutsche Einheit 1989-2009“ (ab 4. Oktober) und erstmals die Triennale Schweinfurt im Untergeschoss unter dem Motto „Fokus Franken“ (ab 13. November).

Das von dem Schweinfurter Industriellen Ernst Sachs gestiftete und in den Jahren 1931/33 nach Plänen von Roderich Fick erbaute Hallenbad bildet mit seiner bemerkenswerten, neusachlichen Architektur und seinem großzügigen Raumzuschnitt ein geradezu ideales Gebäude für die neue Kunsthalle Schweinfurt. Bereits im November 1930 hat der Architekt es ausdrücklich nicht als Kritik aufgefasst, als man seinen Plänen vorwarf, „...die Sache sähe halt eigentlich nicht wie ein Hallenschwimmbad aus, sondern mehr wie eine Festhalle, in der auch Kunstausstellungen stattfänden.“ Wenn man will, so schließt sich nach rund 70 Jahren mit dem Umbau des einstigen Ernst-Sachs-Bades in eine Kunsthalle der Kreis. Damit finden die seit rund 20 Jahren andauernden Bemühungen, Schweinfurt zu einem Kompetenzzentrum auch für die Kunst der klassischen Moderne bis hin zur Gegenwartskunst werden zu lassen, ihren sichtbaren Ausdruck.

Museum Altes Gymnasium

Das Museum Altes Gymnasium (erbaut 1581/82) am Martin-Luther-Platz wollte Schwedenkönig Gustav Adolf zur Universität erheben; seit 1934 ist es nun ein heimatgeschichtliches Museum. Es verwahrt u.a. Zeugnisse aus reichsstädtischer Zeit und Dokumente über Leben und Werk Friedrich Rückerts. Mit dem ersten Tretkurbelfahrrad und der Kugelmühle finden sich außerdem Beispiele aus der Pionierzeit der Industrialisierung in Schweinfurt.

Zudem gehören noch die Vogelsammlung der Brüder Schuler im Naturkundlichen Museum in der Harmonie (Brückenstraße) und das Museum Gunnar-Wester-Haus (Martin-Luther-Platz), das Gegenstände der Feuererzeugung und Beleuchtungskörper beherbergt, den Städtischen Sammlungen an.

Aber auch andere Sehenswürdigkeiten lohnen einen Besuch: die liebevoll restaurierte Altstadt, der quirlige Wochenmarkt oder das Renaissance-Rathaus (Marktplatz), eines der schönsten seiner Art in Süddeutschland. 1570-72 von Nikolaus Hofmann im Übergangsstil Spätgotik – Frührenaissance erbaut. Am Erkerturm befindet sich das Wappen Kaiser Maximilians II (1564-76), in den Fängen des Doppeladlers das Schweinfurter Wappen, darunter an der Balkonbrüstung Wappen der sieben Kurfürsten. Die Giebel zieren allegorische Figuren.

Blickfang im Innern ist die stimmungsvolle Diele mit geschnitzten Eichenholzsäulen aus der Bauzeit. In der Eingangshalle finden wechselnde Kunstausstellungen statt. 

Interessante Epitaphien weist die älteste Kirche St. Johannis (Martin-Luther-Platz) auf, an der sich viele Stilrichtungen mehrerer Jahrhunderte vereinigen. Das Querschiff zeigt den Übergang von der Romanik zur Gotik, das Langhaus kam in der zweiten Hälfte des 13. Jh. hinzu, der Chor ist spätgotisch. Gotischer Taufstein (1367), barocke Kanzel (1694), klassizistischer Hochaltar (Ende 18. Jh.) mit neuzeitlichem Altarblatt befinden sich ebenso wie zahlreiche Grabdenkmäler im Inneren der Kirche. St. Johannis ist insbesondere aufgrund ihrer bis in die Romanik reichenden Bauskulptur eines der bedeutenden kirchlichen Baudenkmäler zwischen Würzburg und Bamberg.

Unterer Wall

Sehenswert ist außerdem das Geburtshaus (nicht für die Öffentlichkeit zugänglich) des Dichters und Orientalisten Friedrich Rückert (1788 – 1866) an der Südost-Ecke des Marktplatzes. In der Mitte des Platzes steht das Rückert-Denkmal und zu den Füßen des Dichters sitzen allegorische Figuren zweier seiner Hauptwerke. Hier beginnt auch Route des 140 km langen Friedrich-Rückert-Wander-Weges, der den Lebensstationen des bekannten Dichters bis nach Neuses bei Coburg folgt. 

Die östlich vom Marktplatz gelegenen Bereiche der Schweinfurter Altstadt gehören zu den schönsten wiedererstandenen Zeugnissen der mittelalterlichen und reichsstädtischen Vergangenheit. Die kleinen Gassen mit Kopfsteinpflaster und die historischen Wohnhäuser im Stadtteil „Zürch“ und „Krumme Gasse“ vermitteln eindrucksvoll eine Art Biedermeieridyll. Inmitten des alten Stadtteils schmiegt sich die St.-Salvator-Kirche an den unteren Wall. Die Kirche, die im Krieg zerstört worden war, ist bis 1953 originalgetreu wieder entstanden als einziges bedeutendes barockes Bauwerk der Stadt.

Der untere Wall ist ein gut erhaltener Teil der alten Stadtbefestigung mit zwei Pulvertürmen und wurde erst vor kurzem liebevoll saniert und öffentlich zugänglich gemacht. Einer der Türme beherbergt eine kleine Weinstube.

Ebracher Hof (Statbücherei)

Gleichfalls interessant in diesem Stadtteil ist der Ebracher Hof des Klosters Ebrach im Steigerwald. 1431 erworben, wurde er nach dem Stadtverderben wieder aufgebaut (1565 – 75). Liebevoll saniert  beherbergt er seit 2007 die städtische Bücherei, ein kleines Hotel und Restaurant.

Das Wahrzeichen der südlichen Altstadt ist der Schrotturm (Petersgasse). 1611 als Treppenturm eines Renaissance-Hauses erbaut, wurde er im 19. Jh. Zur Herstellung von Schrotkugeln um vier Geschosse erhöht. 

Die 1953 nach ihrer Zerstörung im Krieg neu aufgebaute Kirche St. Kilian hat mit 250 qm das größte farbige Kirchenfenster Deutschlands (von Georg Meistermann, Wesen und Wirken des Heiligen Geistes). Die benachbarte hügelige Grünanlage ist auf den Schuttablagerungen der schwer zerstörten Stadt entstanden.

Inmitten eines alten Stadtteils schmiegt sich die St.-Salvator-Kirche an den unteren Wall, einem gut erhaltenen Teil der alten Stadtbefestigung mit zwei Pulvertürmen. Die Kirche, die im Krieg zerstört worden war, ist bis 1953 originalgetreu wieder entstanden als einziges bedeutendes barockes Bauwerk der Stadt.

Theater- und Konzertfreunde erwartet in Schweinfurt ein vielfältiges Angebot. Inmitten des Chateaudun-Parks an der historischen Stadtmauer, liegt das mit 750 Sitzen ausgestattete Theater der Stadt Schweinfurt. Der zeitlos moderne Bau von 1966 bietet mit seinen kulturellen Ereignissen spannungsvolle Abwechslung. Kulturelle Vielfalt finden die Besucher auch in dem romantischen Kellertheater Kleinkunstbühne Schrotturmkeller und im Kulturzentrum Disharmonie (Gutermannpromenade).

Ein vielfältiges Freizeitangebot für alle Altersgruppen bietet die große Walderholungsanlage „Wildpark an den Eichen“ mit Tiergehege im Norden der Stadt.

Nicht zu vergessen ist das Einkaufsvergnügen in Schweinfurt: So lädt unter anderem die attraktive Fußgängerzone im Herzen der Stadt mit ihrem vielfältigen Warenangebot zum Shopping ein. Gemütliche Cafés, Eisdielen und Restaurants bieten ein ausgezeichnetes kulinarisches Angebot im Herzen der Stadt. Darüber hinaus lassen die großen Fachmärkte in den Gewerbegebieten und vor allem die neue Stadtgalerie im Westen der Innenstadt keine Wünsche offen.

Nur einen Katzensprung vom historischen Zentrum der Stadt entfernt, befindet sich ein modernes Konferenzzentrum mit angegliedertem Hotel. In herrlicher Lage am Main, auf der sogenannten Maininsel, bietet sich ein unvergleichlicher Blick auf die Altstadt. Modernste Tagungsmöglichkeiten, qualitätsbewusste Hoteliers und nicht zuletzt fränkische Gastfreundlichkeit laden zum Tagen und Verweilen.

Zahlreiche Veranstaltungen lassen zu keiner Zeit Langeweile aufkommen. An Fronleichnam begeistert das „Walpurgisgericht“. Ein historisches Spektakel mit lebhaftem Einblick in das mittelalterliche Gedankengut, Brauchtum und Leben und einem mittelalterlichen Markt. Ein weiteres kulturelles Highlight ist der „Schweinfurter Nachsommer“. Jedes Jahr aufs Neue gelingt es mit Ausstellungen zu industriellen Themen sowie Musik- und Konzertveranstaltungen an industriehistorischen Stätten, den Bogen zu spannen zwischen „Industrie und Kunst“. Nicht zu vergessen, die zahlreichen Volks- und Straßenfeste oder die Stadtteil-Kirchweihen.

Ergänzen Sie Ihren Aufenthalt in Schweinfurt mit einem Abstecher in das Schweinfurter Land. Spaß und Genuss, Kunst und Kultur, Freizeitvergnügen und Landerlebnisse werden hier groß geschrieben. Ob radeln, wandern oder einfach nur die fränkische Gastlichkeit genießen - in den verborgenen Ecken und Winkeln historischer Weinorte im Schweinfurter Land finden Sie genau das Richtige.

Auch die Bahn kreuzt diese Wege, so dass sie Schweinfurt einfach und bequem mit der Zugverbindung Erfurt – Schweinfurt - Würzburg erreichen können. Schweinfurt – Industrie und Kunst. Machen Sie sich Ihr eigenes Bild!

Ausführliche Informationen erhalten Sie bei:

Tourist-Information Stadt Schweinfurt

Brückenstraße 20
97421 Schweinfurt

Tel.: 09721/ 51-498
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